Ärmere sparsamer, aber stärker belastet

ZAHLEN ZUM TAG. Haushalte mit weniger Geld haben vergleichsweise niedrige Energieausgaben „in Euro“, aber hohe „in Prozent“ der Gesamtausgaben.

Wer mehr Geld hat, verbraucht eher mehr Energie. Darauf lässt eine Auswertung der Konsumerhebung 2019/20 der Statistik Austria schließen. Im obersten Zehntel der Haushalte nach Einkommen sind die Energieausgaben im Wohnbereich um die Hälfte höher als im untersten Zehntel. Wobei die Angaben nach Bewohnen bzw. „pro Kopf“ gewichtet sind. Für die erste erwachsene Person wird der Faktor 1,0 eingesetzt, für jede weitere Person, die über 14 ist, 0,5 und für jedes Kind 0,3. Das ist im Sinne der Vergleichbarkeit

Im untersten Zehntel der Haushalte beliefen sich die sogenannten Äquivalenzausgaben vor zwei, drei Jahren auf 72 Euro pro Monat, im obersten auf 105 Euro. Ins Gewischt fallen sie beim untersten mit fünfeinhalb Prozent der Gesamtausgaben jedoch stärker als beim obersten Zehntel (3,2 Prozent).

Die Ausgaben steigen zurzeit massiv. Das würde dafür sprechen, die Konsumerhebung nicht mehr alle fünf Jahre wie bisher, sondern zumindest jährlich durchzuführen. Immerhin liefern die Ergebnisse einen Hinweis darauf, wer in welchem Ausmaß betroffen ist von der Teuerung.

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