Arbeitskräfte: Mangel verschärft sich

ZAHLEN ZUM TAG. Schon bald könnte die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in allen Bundesländern sinken. Auch in Wien.

Österreich steht vor einem demographischen Kipppunkt: Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter könnte in den kommenden Jahr sinken. Nur in Wien wächst sie noch, aber das auch nicht mehr lange. Ab 2027 dürfte sie auch hier zurückgehen. Den stärksten Rückgang gibt es in Kärnten, wie einer WIFO-Studie zu entnehmen ist. Im südlichsten Bundesland könnte der Rückgang in fünf Jahren schon mehr als ein Prozent betragen.

Die Folgen sind vielfältig. Das WIFO hält beispielsweise fest, dass sich Arbeitskräfteknappheiten „verschärfen“ könnten: „Dies könnte insbesondere gegen Ende des Prognosehorizonts bzw. in Bundesländern mit höheren Angebotsrückgängen auch das Beschäftigungswachstum bremsen.“

Offen und in dieser Prognose noch nicht berücksichtigt sind Menschen aus der Ukraine, die nach Österreich gekommen sind oder noch kommen werden. Das WIFO rechnet mit 75.000 heuer und 75.000 im kommenden Jahr. Der Arbeitsmarkteffekt scheint jedoch überschaubar zu sein: „Im Jahresdurchschnitt 2022 sollte sich die Zahl der Erwerbspersonen aus der Ukraine um rund 4500 Personen erhöhen, im Jahresdurchschnitt 2023 um 19.000. Rund 50 Prozent dieser Erwerbspersonen sollten beschäftigt sein.“ Das wären rund 12.000.

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