Auch Brikettmangel 2022 ist Folge grüner „Klimaschutzpolitik“

Grüne Politik und spezielle Manager-Entscheidungen bei RWE verschärfen noch die Gas- und Heizölknappheit

von Werner Eisenkopf

Wer für seinen Ofen im Herbst 2022, Briketts aus Braunkohle sucht, diese in Märkten nicht mehr vorfindet und dann auf die Webseite von UNION-Briketts (gehört zur RWE-Gruppe) geht, kann dort derzeit aktuell staunend den folgenden Text lesen:

„Liebe Kundinnen und Kunden,

im Juli 2020 haben Bundestag und Bundesrat das Kohleausstiegsgesetz verabschiedet, das auf den Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung beruht. Danach soll der Kohleausstieg in Deutschland bis zum Jahr 2038 erfolgen. Entsprechend der Festlegungen des Ausstiegsfahrplanes wird unser Unternehmen die Produktion der Braunkohlenbriketts bis zum 31.12.2022 einstellen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende.

Auf Grund der aktuellen Marktlage kann es im Handel aber bereits jetzt zu Engpässen kommen. Direktbelieferungen an Verbraucher bieten wir nicht an.

Wir bedanken uns für Ihre langjährige Treue und verbleiben mit einem herzlichen Glückauf!

Rheinbraun Brennstoff GmbH“

Im Oktober und November 2022, sollte wegen des Mangels und der hohen Preise von Gas und Öl, eigentlich jede Möglichkeit genutzt werden, um an diesen Brennstoffen zu sparen. Doch in einem Deutschland, was immer stärker auf eine „grüne Planwirtschaft“ hinsteuert, ist sowas offenbar nicht mehr möglich. Völlig von der Realität abgehobene Politik und auch noch Managerentscheidungen in der Wirtschaft dazu, die schlichtweg Anbiederungen an aktuelle Politikmoden sind, haben frühere Beweglichkeiten erstarren lassen.

Ausländische Spötter amüsieren sich über einen als besonders „deutsch“ geltenden Wesenszug seit Feudalzeiten, dem „vorauseilenden Gehorsam“ nun auch im Klimawahn. Ein früher mal, vor der Energiekrise und dem Ukrainekrieg, begeistert ob der ach so wichtigen und hehren „Weltrettung“ beschlossene Kohle-Ausstiegspolitik, muss natürlich in Deutschland jetzt auch in der Krise, trotzdem genauso durchgezogen werden. Das ist neben Atomkraft, dieses „Deutschland-spezial“ was kein Normalbürger eines Nachbarlands noch wirklich verstehen kann.

Doch mal der Reihe nach. In deutschen Haushalten und auch in den Nachbarländern, werden die Häuser und Wohnungen, überwiegend mit Gas und Heizöl geheizt. Dazu kommen noch additiv einige weitere Formen von Hausheizungen. Hierbei sind z.B. Wärmepumpen und Holzheizungen völlig unterschiedlich konzipiert. Unter dem Sammelbegriff „Holz“ unterscheiden sich wiederum unterschiedliche Varianten voneinander. Pellets und Holzhackschnitzel sind noch eher weniger verbreitet. Dann gibt es die Holzvergaser sowohl separat als auch additiv zusätzlich zu Ölheizungen dazu. Die verbreitetste Form sind aber diverse Kohle und/oder Holz befeuerte Öfen, in vielen Arten und Varianten.

Laut einer vielfach verbreiteten „offiziellen“ Zahl, gäbe es in Deutschland angeblich ca. 1 Million Haushalte mit Holzöfen/Holzheizung und diese ungleich stärker auf den Land, als in Stadtgebieten. Als alleinige Heizart, ist Holz nicht so stark verbreitet. Dies liegt vor allem an der Tatsache, daß man bei Holzöfen je nach Typ, mehr oder weniger schnell wieder neue Scheite als Brennstoff nachlegen muß, sonst brennt das Feuer nieder und geht irgendwann aus. Dann wird es aber kalt. Grund- und Kachelöfen, sind darin komfortabler, aber auch sehr teuer in der Anschaffung, mit individuellem Einbau in das jeweilige Haus. Meistens wird Holz aber in den verschiedenen Öfentypen verfeuert. Diese Unterschiede zu erklären, würde hier nochmal einige Absätze erfordern.

Vorhandene und meistens additive Holzheizungen erlauben je nach Gegend und lokalem Klima, die Dauer einer Heizperiode zu verkürzen. In der sogenannten Übergangszeit, die in kalten Gegenden bereits im September beginnen kann und nach dem Winter bis in den Mai hineingeht, verringern solche Holzheizungen/Öfen tatsächlich die Tage voll laufender Zentralheizungen mit Gas oder Öl. Jeder einzelne Tag länger, in der solche Öfen noch das jeweilige Haus warm genug machen und den winterlichen Dauerheizungslauf verzögern, sparen jeweils andere Brennstoffe. Sparen Gas und Öl, damit also auch Geld. Gerade jetzt, in der Mangellage und den hohen Preisen, während des laufenden Ukrainekriegs, kommt so schon eine gewisse Menge an Ersparnis in ganz Deutschland zusammen. „Jeder Liter zählt“ war doch so ein Politspruch.

In den Öfen, wo dies bauartmäßig möglich ist, wird aber nicht nur Holz verbrannt, sondern auch Kohle. Dies meistens in Form von Braunkohle-Briketts. Bekannte Markennamen davon sind UNION (Rheinland) und REKORD (Lausitz). Die Marke UNION und alle bisherige Brikettfertigung in Frechen bei Köln, soll aber zum Jahresende 2022 auslaufen und beendet werden. Dies nicht etwa wegen mangelndem Kundeninteresse, sondern als politische Detail-Entscheidung zum „Kohleausstieg“ wegen „Klimaschutz“ und natürlich der allerwichtigsten Weltklimarettung..

Daß nun in Frechen bei Köln, eine bereits fast 100 Jahre lang laufende Produktion von UNION-Briketts ausgerechnet jetzt beendet werden soll, wo man wegen der Krise, eigentlich jedes Stückchen Brikett braucht, um Gas und Öl zu sparen, ist nicht nur Politik. Es ist zugleich ein krasses Managerversagen bei RWE, der Mutterfirma dieser Braunkohle-Herstellung.

Das Management von RWE hat der neuen schwarz-grünen Regierung in NRW, eine „Morgengabe“ gespendet. Dafür, daß man derzeit krisenbedingt wieder mehrere schon stillgelegte Kohlekraftwerke für Strom wieder anheizte, soll dafür der „Kohleausstieg“ im Rheinischen Revier, nochmals beschleunigt werden. „Kohleausstieg“ bedeutete erst mal nach viel Gezänk, das Jahr 2038. Dann 2035 und nun ganz neu im CDU/GRÜNEN Nordrhein-Westfalen, sogar angepeiltes Jahr 2030. Die Grünpolitik im Sauseschritt und dazu der „vorauseilende Gehorsam“ von Wirtschaftsteilen wie RWE nochmal als Beschleuniger. Daß dabei sowohl 200 hochwertige Arbeitsplätze als auch Versorgungssicherheiten auf der Strecke bleiben, wird einfach hingenommen.

Wenn das Management von RWE wenigstens noch ansatzweise auf die Realitäten reagieren würde, müßten sie eigentlich die geplante Schließung der Frechener Brikettfabrik, zum Jahresende 2022 aussetzen. Sie müßten eigentlich die Brikettfertigung dort fortsetzen, bis sich die derzeitige Krisenlage etwas entspannt hat. Doch bei dem „Grüngeklüngel“mit der „frischen“ schwarz-grünen NRW-Landesregierung, ist dies offenbar ausgeschlossen. „Grün“ und „Kohle“ ist ja fast schon wie Materie und Antimaterie. Wo diese aufeinandertreffen, knallt es sofort. Dazu bemühen sich sowohl SPD, als auch CDU, in solchen Regierungen, die Grünen darin sogar möglichst noch „linksgrün“ zu überholen.

Doch zurück zur Kohle. In all den früheren Jahren, gab es im Herbst in allen Supermärkten und Baumärkten, Sonderangebote mit Braunkohle-Briketts. Meisten in 10kg-Pachungsgrößen und zu Preisen zwischen 2,49 – 3,99 €. In Baumärkten und im regionalen Landhandel, bekam man vorrangig 25kg Packungen, zu Preisen zwischen 5,99-7,99 €. Dies war einmal. Heute ist alles um das mehrfache teurer, wenn es überhaupt noch Briketts gibt. Gerade im Harz von Sachsen-Anhalt, wo es noch seit DDR-Zeiten eine beachtliche Menge an älteren Häusern, nur mit Holz- oder Kohleheizung gibt, wurden im Herbst 2022, in keiner einzigen Supermarktkette, überhaupt noch Briketts aus Braunkohle angeboten. Lediglich sogenannte „Holzbriketts“ und für Öfen ungeeignete „Grillkohlen“ aus Buchenholz, waren im Angebot.

Gerade bei vielen betroffenen alten Leuten, war dies ein nie erlebter Schock. Selbst in den härtesten einstigen Kriegszeiten, gab es trotzdem irgendwie immer wenigstens Grundmengen an Kohle. Doch im „besten Deutschland aller Zeiten“ und ausgerechnet bei Putins Gasstopp wie zugleich Mondpreisen beim Heizöl, sind Briketts kaum bis gar nicht erhältlich. Die Lausitzer Brikettfertigung läuft zwar noch, aber wenn man dort Kohle übers Internet bestellt, kosten bei REKORD aktuell 10 kg bis zu 35 €, wenn überhaupt etwas käuflich ist. In fast allen Baumärkten, gibt es derzeit gar keine Briketts aus Braunkohle. Dies wird nach dem geplanten Produktionssende bei UNION in Frechen  zum Jahresende 2022, ja noch knapper und schlimmer.

Des weiteren wurde auch in Tschechien eine Braunkohlegrube geschlossen. Dazu exportiert auch Polen, derzeit kaum Kohle aus seinen Gebieten, um möglichst alles nur im eigenen Land zu verfeuern. Doch muß hierbei auch noch zwischen der bisher besprochenen Braunkohle und der höherwertigen Steinkohle unterschieden werden. Steinkohle heizt noch besser als Braunkohle, darf aber nur in dafür geeigneten Öfen verwendet werden. Dies sind dann meistens sogenannte ‚Dauerbrennöfen‘ von Firmen wie Haas&Sohn, im hessischen Sinn, nahe Wetzlar.

Eigentlich ist dies alles keine Überraschung. So hat doch die Politik fast aller Parteien unisono schon jahrelang getönt, daß man „aus den fossilen Brennstoffen aussteigen“ wolle, wegen Klimaschutz. Dann mußte es ja irgendwann so kommen. Putin war da nur „Brandbeschleuniger“ aber die eigentliche Ursache lag und liegt in der schon vorherigen deutschen „Klima-Politik“ selbst.

Anstatt also hier mit wenigstens genügend Briketts, für eine Entlastung bei Gas und Öl mitzuhelfen, setzt der grüne Bundesminister Habeck (BMWK) auf eine 15 Millionen Euro teure Werbekampagne bis 2026, in der man Bürgern mit teils lächerlich wirkenden Verzicht-Ratschlägen, ein Motto vorgaukelt: „Jeder Beitrag zählt. Damit wir gut durch den Winter kommen.“

Weitgehend unbekannt, besonders bei den „Fridays“ und jungen Klimahüpfern, ist die Historie der Kohleverbrennung. Diese wurde nämlich damals zur Rettung der Wälder. Die vorher benutzte Holzkohle, führte in ganzen Gegenden zur faktischen Entwaldung. Daß also die Umstellung von Holzkohle auf Stein- und Braunkohle, dann zu einer Erholung und Wiederaufforstung vieler Wälder führte, wollen heutige „Klimaschützer“ partout nicht wahrhaben. Sie haben darin sozusagen, „Briketts anstatt Bretter vor dem Kopf“ und sind sogar noch stolz darauf!

Zum Abschluß dieses Artikels noch ein Wort zum „Feinstaub“ und der Verteufelung von Holz und Kohleverbrennungen bei Hausheizungen. Die immer schärferen Emissionsvorschriften, steuern darauf hin, daß man irgendwann durch irgendeine aberwitzige neue EU-Vorschrift, sogar beim Familiengrillen auf der Terrasse, wohl ‚CE-zertifizierte‘ Gasmasken aus Militärbeständen tragen muß, weil sonst man angeblich am Feinstaub elendig stürbe. Je mehr solche Panikmache, mit immer mehr angeblichen Toten durch Staub und Emissionen als Horror beklagt werden, desto rätselhafter wird die Vergangenheit. Noch in den Jahren bis 1970 waren in vielen Häusern noch Unmengen an Kohleöfen in Betrieb. Überall rauchten Schornsteine an Häusern und Fabriken. Dazu die vielen Dampfloks überall im Lande. Wie konnten die armen Menschen damals bloß dies Alles überleben? Hätten wir gemäß der heutigen Feinstaub-Horrorwarnungen und Grenzwerte, denn nicht bereits vor 50 Jahren restlos aussterben müssen?

So war damals überall die Realität. Warum steht dann nicht in den Annalen, daß die Menschen damals bei solchen Rekord-Emissionen, reihenweise schon als Kinder verstorben seien? Nach den heutigen Grenzwerten und Panikmachen, hätte früher ja kein Mensch jemals älter als 20 Jahre werden dürfen, bis der „Staubtod“ erbarmungslos hätte zuschlagen müssen? Das bleibt also rätselhaft, es sei denn man glaubt einfach nicht so leicht all das Zeugs, was gewisse „Fachleute“ uns dazu erzählen und was einem „Verein“ wie der DUH (Deutsche Umwelthilfe) über Gerichtsklagen und Lobbyarbeit, ganz „legale“ Einnahmen in Millionenhöhe beschert. Einem DUH-Geschäftsmodell bei deren Erpressungen, Erträgen und trotzdem noch „Legalität“ in Deutschland,  bereits die italienische Mafia, angeblich sehr neidisch geworden sein soll.

Ketzerisch könnte man dann auch denken, wenn es im Mittelalter schon die heutigen „GRÜNEN“ gegeben hätte, wäre das Auto sicherlich nie entwickelt worden und damit auch keine Elektroautos. Wir führen dann wohl noch heute mit Pferdekutschen herum. Doch auch am Rhein wäre dann wohl leider keine einzige der schönen Burgen jemals gebaut worden, weil ja grüne „Bauvorschriften“ solche Burgen als „Gebäude im Außenbereich“ dann sicherlich baurechtlich konsequent untersagt hätten. Da haben nostalgische Burgfreunde, ja nochmal ganz knapp Glück gehabt…

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