Australiens grünes Riesen-Glücksspiel mit Solarenergie-Spielzeug

Viv Forbes

Die australische Energieerzeugungs-Kapazität wird durch die grünen Energie-Initiativen stark reduziert.

Wenn die Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht, ist sie sehr dünn gestreut – selbst die Mittagssonne reicht nicht aus, um ein Bier zu kochen oder Toast zu backen. Und Sonnenkollektoren können nur etwa 20 % dieser schwachen Energie in Strom umwandeln. Daher werden Tausende von Sonnenkollektoren benötigt, um nennenswerte Energie zu sammeln, und noch viel mehr, um die teuren Batterien aufzuladen, die zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung über Nacht und bei bewölktem Wetter erforderlich sind. Trotz dieser Nachteile hat Australien auf allen Regierungsebenen mit dem Zwang zur „grünen“ Energie fast drei Millionen Solarkollektoren (hauptsächlich aus China importiert) erhalten.

Um aus den schwachen Sonnenstrahlen nennenswerten Strom zu erzeugen, sind Unmengen von Land erforderlich. Aber selbst bei sonnigem Wetter produzieren sie 16 Stunden am Tag nichts. Und eine Staub-, Pollen-, Asche- oder Salzstreuung oder ein paar Spritzer Vogelkot oder Flughunde können die Leistung um 50 % verringern, während sie bei Nacht, Schnee oder starker Bewölkung ganz erlischt.

Die Solarenergie-Erzeugung wird maximiert, wenn die Kollektoren genau auf die Sonne ausgerichtet sind und den täglichen und jahreszeitlichen Bewegungen der Sonne am Himmel folgen. Keine Dachkollektoren und nur 40 % der Bodenanlagen können dies leisten. Um die geplante Energie zu erzeugen, ist also eine noch größere Fläche an Kollektoren erforderlich, die noch mehr Land bedecken.

Die Grünen, die mehr an Propaganda als an Wissenschaft interessiert sind, bezeichnen landgestützte Anlagen als „Solarparks“ und suggerieren damit, dass es sich um pflanzenfreundliche Orte handelt. Solarzellen stehlen jedoch das Sonnenlicht und lassen die Pflanzen unter ihnen sterben. Solar-„Parks“ haben mit echten Bauernhöfen nichts gemeinsam, außer dass sie große Flächen offener Landschaft benötigen – in der Regel unter Inanspruchnahme von wertvollem, flachem, gerodetem Ackerland oder offenem Grünland.

Die Betreiber müssen daher verhindern, dass Gras, Unkraut und Sträucher die Paneele beschatten und ihnen die Sonne stehlen. Daher werden die meisten Pflanzen in Solar-„Farmen“ abgetötet – entweder durch die Blockierung der Sonne, durch regelmäßige Anwendung von Herbiziden oder durch Straßen.

Eine große Solar-„Farm“ in Australien könnte eine Million Solarmodule enthalten und 2000 Hektar Land verschlingen. Für jeden Betrieb werden außerdem kilometerlange geräumte Zufahrtsstraßen und Übertragungsleitungen benötigt, um die Anlage zu warten, den Strom zu sammeln und ihn in die städtischen Verbrauchszentren zu leiten. Die meiste Zeit arbeiten diese Übertragungsleitungen weit unter ihrer Kapazität, was zu einem teuren Netz ineffizienter Wartungsverpflichtungen führt.

Australien ist auch weltweit führend bei der Installation von subventionierten Solaranlagen auf Dächern. Aber eine kurze Fahrt durch die Vororte wird zeigen, dass nur wenige Paneele die Größe, die ideale Ausrichtung oder die Sauberkeit haben, um effiziente Kollektoren für Solarenergie zu sein – sie sind grüne Statussymbole, die dazu gedacht sind, Subventionen zusammen hzu raffen. Viele werden die tatsächlichen Kosten für Herstellung, Transport, Installation und Wiederherstellung nicht decken. Sie destabilisieren das Stromnetz und erhöhen die durchschnittlichen Strompreise für die Industrie und für diejenigen, die sich kein Haus leisten können, geschweige denn eines mit eigenen Sonnenkollektoren.

Und das alles für NULL Klimanutzen.

Die intermittierende „grüne“ Energie zwingt Kohle- und Gaskraftwerke dazu, mit voller Kapazität zu arbeiten, um Nachfragespitzen bei Sonnenauf- und -untergang zu decken, aber zurückzufahren oder abzuschalten, wenn die Sonnenenergie um die Mittagszeit ins System strömt. In Südaustralien (Australiens Versuchskaninchen für grüne Energie) sank die Stromerzeugung in nur einer Woche von „über 130 % erneuerbaren Energien auf weniger als 4 % erneuerbare Energien mit allem, was dazwischen liegt“. Obwohl Südaustralien über „die größte Batterie der Welt“ verfügt, sah sich die Energieregulierungsbehörde gezwungen, Diesel-Notstromaggregate zu leasen und Gaskraftwerke in Bereitschaft zu halten, falls der Wind plötzlich abflaut – was mechanische und finanzielle Ausfälle und hohe Stromkosten mit sich bringt.

Auch Europa ist auf den grünen Zweig gekommen, aber das ist kein Trost für die Australier, die weder Atomstrom aus Frankreich noch Gas aus Russland oder Wasserkraft aus Skandinavien importieren können.

Jede Solaranlage verbraucht Energie, um Metalle abzubauen, Paneele herzustellen, zu transportieren und zu montieren und um Zufahrtsstraßen und Übertragungsleitungen über weite Strecken zu bauen. Eine sorgfältige Analyse wird zeigen, dass während der kurzen Lebensdauer der Anlagen ein Energiedefizit besteht. Und wenn ein Erdbeben, ein Hagelsturm, ein Wirbelsturm oder ein Hurrikan diese freiliegenden Reihen von Solarmodulen zerschlägt, bleiben Müllhalden mit zerfetztem Abfall zurück. Die meisten dieser Trümmer können nicht recycelt werden, und Tonnen von Metallen, Glas und Kunststoffen sind dazu bestimmt, ihr Leben als giftige, nicht abbaubare Müllhalde zu beenden.
Die Bürokraten werden versuchen, die Solaranlagenbetreiber zum Aufräumen zu zwingen, aber kluge Betreiber werden für solche Notfälle Konkursanträge vorbereitet haben.

Hier ein Solar-„Park“ nach einem Zyklon oder Taifun [in Mitteleuropa besorgen das winterliche Orkanwirbel wie etwa der Niedersachsen-Orkan am 13. November 1972. A. d. Übers.]:

Bewährte und zuverlässige Stromerzeuger, die mit Kohle, Gas, Wasserkraft oder Kernenergie betrieben werden, einen geringen Flächenbedarf haben und in sturmsicheren Gebäuden untergebracht sind, schaden der grünen Umwelt weit weniger als diese Landschaften ineffizienter, intermittierender, teurer Pflanzen vernichtender „Farmen“.

Und wo sind die grünen Verweigerer jetzt?

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/australias-giant-green-gamble-on-solar-energy-toys

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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