CDU gewinnt in Schleswig-Holstein, AfD fliegt raus

Bei der „Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2022“ kommt die CDU auf 43,4 Prozent (Zwischenergebnis von 23.03 Uhr, wobei schon 2.899 von 2.909 Wahlgebieten ausgezählt sind). Das ist ein Zuwachs um 11,4 Prozentpunkte. Damit ist Ministerpräsident Daniel Günther der klare Wahlsieger, was den Trend der letzten Landtagswahlen fortsetzt, dass die stärkste Regierungspartei meist zulegen kann, wenn sie bzw. ihr Spitzenkandidat nicht deutlich versagt hat. In Schleswig-Holstein können auch die Grünen 5,4 Prozentpunkte zulegen auf nun 18,3 Prozent, womit sie zweitstärkste Partei werden. Die FDP als dritter Partner der bisherigen Jamaika-Koalition verliert allerdings 5,1 Prozentpunkte auf jetzt 6,4 Prozent. Insgesamt war die Jamaika-Koalition zu erfolgreich, um fortgesetzt werden zu können. Die CDU verpasst ganz knapp die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag und kann sich nun aussuchen, mit wem sie regieren möchte. Zu Herrn Günther passen besser die Grünen, doch die FDP ist schwächer und ohnehin gefügsamer, so dass offen ist, für wen er bzw. die ganze CDU sich entscheiden werden.

Am stärksten verliert die SPD, nämlich 11,3 Prozentpunkte auf 16,0 Prozent. Sie hat offensichtlich kaum jemand in der Landesregierung vermisst, wie auch Bundeskanzler Scholz die Massen nicht zu begeistern versteht. Noch schöner ist es, dass die AfD 1,5 Prozentpunkte verliert und mit nur noch 4,4 Prozent erstmals aus einem Landesparlament fliegt. Aber auch die andere Putin-Partei, Die Linke, verliert 2,1 Prozentpunkte und kommt nur noch auf 1,7 Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) legt hingegen um 2,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent zu, wobei für ihn die Fünf-Prozent-Hürde gar nicht galt und gilt. Von den übrigen Parteien kommt nur noch dieBasis über ein Prozent, nämlich aus dem Stand auf 1,1 Prozent.

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