Corona vergessen

ZAHLEN ZUM TAG. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung hat sich bisher viertimpfen lassen. Genauer: Noch nicht einmal ein Zehntel, wobei es nach Bundesländern ein starkes Ost-West-Gefälle gibt.

Corona, Pandemie? Wie hier berichtet zählt „Gesundheit“ nicht mehr zu den wichtigsten Problemen, die es zu bewältigen gibt. Ja, es wird sogar von einem kleineren Teil der österreichischen Bevölkerung dazu gezählt als vor vier Jahren.

Es liege in der Natur der Sache, könnte man angesichts multipler Krisen sagen. Das dürfte jedoch zu kurz greifen: Es ist wohl auch so, dass die Pandemie im Alltag nicht mehr so präsent ist wie noch vor wenigen Monaten. Stichwort Maskenpflicht, Zugangsbeschränkungen etc. Derlei ist auf wenige Bereiche zurückgefahren worden oder ganz weggefallen. Im Übrigen gilt die vorherrschende Virusvariante Omikron als weit weniger gefährlich als bisherige Varianten.

Bemerkenswert ist jedenfalls, wie wenige Menschen dem Aufruf folgen, eine Auffrischungsimpfung vorzunehmen. Zunächst wurde sie vom Nationalen Impfgremium (NIG) ausschließlich Älteren nahegelegt, im Sommer allen ab Zwölfjährigen.

Mit 21. September waren österreichweit noch nicht einmal zehn Prozent der (Gesamt-)Bevölkerung vierfach geimpft. Wobei die Unterschiede nach Bundesländern groß sind. Es gibt ein Ost-West-Gefälle: Im Burgenland handelte sich um knapp zehn Prozent, in Tirol und Vorarlberg nur um rund vier Prozent. Überdurchschnittlich sind die Anteile auch in der Steiermark sowie in Wien und Niederösterreich, unterdurchschnittlich in Oberösterreich, Salzburg und Kärnten.

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