Endlich! Ein witziger Kremlsprecher….

Peinliche Panne für den Kreml.

Ein Gericht im südrussischen Rostow am Don schrieb jüngst in einem Urteil von «Wehrdienstleistenden der Russischen Föderation, die sich im Bereitschaftsdienst in der Donezker und Luhansker Volksrepublik aufhalten».

Donezk? Luhansk? Das sind doch diese sogenannte „Separitistengebiete“, und sie liegen im Osten der souveränen Ukraine.

Der Vorgang ist insofern bemerkenswert, als dass Russland seit Jahren immer wieder versichert, dort nicht mit regulären Truppen zu kämpfen. Dass Moskau auch hier lügt, wissen die westlichen Nachrichtendienste seit 2014, es gibt Berichte, Fotos und Filmaufnahmen, die eindeutig belegen, dass der angebliche Kampf um Unabhängigkeit eines russischstämmigen Bevölkerungsteils im Osten der Ukraine ebenso eine russische Militäraktion ist, wie die völkerrechtswidrige Annexion der Krim eine war.

Das Ziel ist klar: Die Ukraine soll destablisiert und dauerhaft unter Einfluss der Russischen Föderation gehalten werden – auf keinen Fall wird  Moskau zulassen, dass die Ukraine selbst entscheidet, ob sie die Mitgliedschaft in EU und Nato beantragt. Das aber will man in Kiew, denn wie für die anderen osteuropäischen Staaten bedeutet EU wachsenden Wohlstand für die Bevölkerung und Nato Sicherheit für die staatlichen Grenzen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte sich natürlich umgehend zu dem für die russische Führung ärgerlichen UrteiL. Er erklärte den Vorgang als einen «Fehler jener, die den Text geschrieben haben». Es könne schon deshalb nur ein Fehler sein, «weil das nicht möglich ist. Es gibt überhaupt keine Streitkräfte der Russischen Föderation auf dem Gebiet der selbsternannten Republiken.» Peskow bewies damit, dass auch Pressesprecher einer russischen Regierung deftigen Humor haben.

Unabhängige Medien berichten übrigens seit Jahren, dass russische Soldaten im Osten der Ukraine aktiv mitmischen. Die kremlkritische Zeitung «Nowaja Gaseta» hatte in der Vergangenheit immer wieder Bilder von Särgen veröffentlich – mit Leichen junger Soldaten, die aus der Ukraine nach Russland übergeführt worden sind.

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