Erste Präsenzveranstaltung seit über zwei Jahren

Vor zwei Jahren wurden alle ‚Lehrveranstaltungen verschoben und noch offen‘ gelassen, wie es weitergehen soll. Heute stand ich zum ersten Mal seither wieder im Hörsaal vor Studenten. Denn drei Semester lang war das verboten und im letzten Semester hatte ich ein Forschungssemester ohne eigene Lehrveranstaltungen. Die ersten drei Wochen sollen wir jetzt hybride Lehre anbieten, also die Präsenzveranstaltungen zusätzlich aufzeichnen (oder simultan im Internet übertragen), damit sie von zu Hause aus verfolgt werden können. Ich möchte das eigentlich das ganze Semester beibehalten, doch heute hat die vom Zentrum für Hochschullehre angebotene automatische Aufzeichnung gar nicht stattgefunden, so dass ich mich um eine Alternative kümmern muss, z. B. die eigene Aufzeichnung der rein digitalen Veranstaltung vor einem Jahr und eigene neue Aufzeichnungen ab nächster Woche bzw. in anderen Vorlesungen am Donnerstag.

Es waren im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie weniger Studenten anwesend, sei es wegen des hybriden Lehrangebots (welches auch Nachteile haben kann, wenn deshalb weniger gelernt wird) oder wegen insgesamt weniger aktiven Studenten nach zwei Jahren COVID-19 und Gegenmaßnahmen. Das Rektorat und auch Dekanat empfehlen weiterhin das Tragen von Masken in Innenräumen, während die Rechtsgrundlage für eine Maskenpflicht gerade entfallen ist. Tatsächlich haben alle eine Maske freiwillig aufbehalten (bis auf mich als Dozent mit hinreichend Abstand, was schon letztes Semester erlaubt war). Das zeigt, dass staatlicher Zwang gar nicht nötig ist, damit sich Menschen vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten. Bei weiter fallenden Fallzahlen und wieder steigenden Temperaturen könnte darauf verzichtet werden, zumal für übervorsichtige oder tatsächlich besonders gefährdete Personen das digitale Angebot besteht.

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