Frauenproblem

ZAHLEN ZUM TAG. Alleinerziehenden macht die Pandemie besonders zu schaffen. Unter anderem auch nach (nicht) gelockerten Quarantäneregelungen.

Wenn zum Beispiel in Wien auch nur ein Kind in einer Kindergartengruppe positiv getestet wird, wird die gesamte Gruppe für fünf Tage für alle Kinder gesperrt. Ein Besuch des Kindergartens ist erst wieder ab dem sechsten Tag möglich, wenn ein negatives PCR-Testergebnis vorliegt, wie einem Informationsschreiben der Stadt zu entnehmen ist. Damit gelten hier strengere Regeln als etwa an Schulen. Begründung: Im Kindergarten könnten keine Schutzmasken getragen werden.

Strenger ist man auch in anderer Hinsicht: Dreifach geimpfte Jugendliche und Erwachsene gelten nicht mehr als Kontaktpersonen, müssen im Falle des Falles also nicht zu Hause bleiben. Kinder dagegen dürfen den Kindergarten nicht mehr besuchen, „weil zusätzliche Schutzmaßnahmen wie das durchgehende Tragen von Schutzmasken“ in ihrem Fall eben nicht möglich sei.

Das stellt Eltern, ganz besonders aber Alleinerziehende einmal mehr vor besondere Herausforderungen. Wobei es sich fast ausschließlich um ein „Frauenproblem“ handelt: Von 33.200 Ein-Eltern-Familien mit Kindern unter sechs wurden im vergangenen Jahr nur rund 1600 von einem Vater, aber 31.600 von einer Mutter geführt. Das waren 95 Prozent. Die Zahl der Kinder belief sich insgesamt auf 38.700, wobei 36.900 (ebenfalls rund 95 Prozent) bei der Mutter lebten.

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