Höchste Ehren: Ritterschlag für PPQ-Forschende

Er ist nicht irgendwer, er weiß nicht irgendwas. Christian Drosten arbeitet seit zwei Jahren als Chefepidemiologe aller Bundesregierungen, er beriet Angela Merkel, er zog an einem Strang mit dem Bundesalarmbeamten Karl Lauterbach, er widersprach Verharmlosern wie Hendrik Streek und klärte die Bevölkerung immer wieder über akute Gefahren auf. Drosten wurde so zur Zielscheibe von Leugnern, die ihm Fernsehverbot erteilen wollten. Doch obwohl er sich zuweilen auch selbst unmäßig kritisch äußerte, erhielt er für seine gezeigten Leistungen nicht nur das Bundesverdienstkreuz, sondern auch den renommierten Deutschen Radiopreis.

Das Gesicht der Wissenschaft

Christian Drosten ist heute das Gesicht der Wissenschaft im Corona-Dschungel, die Konkurrenz ist weit zurückgefallen oder gar ganz aus dem Spiel genommen worden. Umso gewichtiger ist das Wort des letzten großen Corona-Erklärers der Republik: Spricht Drosten von einer Wand, die da statt der gewohnten Wellen vor Regierenden und Regierten steht, dann gilt das als gesetzt. Schiebt er neue härtere Maßnahmen in die Diskussion, öffnet das für die Durchsetzung mehr Türen als RKI- und Expertenratsempfehlungen. Und sieht er Licht am Horizont schimmern, dann wird es ganz sicher bald hell. 

Drosten muss dabei nicht der erste sein, er muss nicht selbst forschen oder Statistiken auswerten. In einem Land, dessen Regierung bis heute weder den Schimmer einer Ahnung hat, warum die vierte Welle ausgerechnet in dem Staat, der bis dahin „besser als vielen anderen“ (ZDF) durch die Pandemie kam, höher schoss als sonst irgendwo, noch zu sagen weiß, weshalb sie grundlos brach, noch ehe das neue Maßnahmepaket inkraftgetreten war, reicht es, sich umzuschauen und die Zeichen zu deuten.

Auffällige Diskrepanzen

Ein Verfahren, das auch die virologische Redaktion beim Bürger*innenboard PPQ.li regelmäßig nutzt. So etwa in den Tagen vor dem 19. Dezember, als die statistische Abteilung sich intensiv mit auffälligen Diskrepanzen zwischen den offiziellen Impfkurven und Todeszahlentwicklungen in Deutschland und im EU-abtrünnigen Großbritannien auseinandersetzte. Die Signifikanz war mit bloßem Auge zu sehen:  In beiden Ländern stieg die Zahl der Infizierten. Nur in einem aber nahm die Zahl der Todesopfer gleichzeitig sichtlich zu.

Ein neues Corona-Rätsel, auf das der auf Corona-Rätsel und –Wunder abonnierte „Spiegel“ noch nicht entdeckt hatte. Doch wie die offiziellen Zahlen des Covid-19-Dashboards der Johns-Hopkins-Universität zeigen, schien das inzwischen „Vaxzevria“ genannte Vakzin von AstraZeneca in der vierten und anlaufenden 5. Welle seltsame Nebenwirkungen zu zeigen: Während in Deutschland, wo nur etwa sieben Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit dem Impfstoff der Universität Oxford beinahe krankgespritzt wurden, ehe die EU helfend eingriff und die Vorräte nach Afrika spendete, mit steil steigender Inzidenz auch die Zahl der Todesopfer in die Höhe schießt, geschieht das in Großbritannien offenbar nicht.

Grafikkosmetische Erstauswertung

Im grafikkosmetischen Text „Der Omikron-Angriff: Falsch geimpft und doch genesen“  wurde die Korrelation, die keine Kausalität sein muss, aufgearbeitet.  Ist der Brite grundgenetisch besser geeignet, mit der „neuen Lungenerkrankung“ (DPA) fertigzuwerden? Oder ist er – im Durchschnitt vier Jahre jünger und durch die feuchte Seeluft abgehärtet –  im Umgang der neuen, tödlichen Mutanten einfach immuner? Oder liegt es gar am Impfstoff: 58 Prozent der Impfungen im Vereinigten Königreich erfolgten mit dem einheimischen, aber für Kontinentaleuropäer kreuzgefährlichen Vaxzevria. Ein deutlicher Unterschied zu Deutschland, wo der deutsche Impfstoff von Biontech  erste Wahl bei Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen ist?

Christian Drosten hat nun – fünf Tage nach PPQ.li – die letztgültige Antwort gegeben.  Als „beachtliche Erkenntnisse“ (Merkur) angekündigt, kommt der Wissenschaftler bei der Auswertung einer „wegweisenden Studie von Neil Ferguson zu Omikron“ zum Schluss wie die PPQ.li-Epidemiologen:  Das Risiko eines Krankenhausaufenthalt bei Menschen, die eine zweifache Biontech-Impfung erhalten haben, sei bei einer Omikron-Infektion ähnlich hoch wie bei der Delta-Variante. „Wer jedoch zweifach mit Astrazeneca geimpft wurde, hat ein grundsätzlich geringeres Risiko bei der Omikron-Mutante als bei Delta“, so Drosten.

Ein Ritterschlag von höchsten Ortes, ein Virenverdienstkreuz geradezu plus Radiopreis und Tannenbaum erste Klasse. Und das zum Fest der Fröhlichkeit und des Friedens. Danke, Christian Drosten.

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