Keine Sowjetunion mehr seit 30 Jahren

Heute ist nicht nur ein Feiertag wegen Neujahr, sondern auch deswegen, weil es die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) seit 30 Jahren nicht mehr gibt. Sie war am 30. Dezember 1922 gegründet worden, nachdem Sowjetrussland die meisten anderen Teile des zerfallenen russischen Zarenreiches wieder eingesammelt hatte. Im Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die UdSSR noch, deren Menschen unter dem Terror von Hitler und Stalin litten und millionenfach starben. Mit der Alma-Ata-Deklaration vom 21. Dezember 1991 erklärten die Staatsoberhäupter Russlands und der meisten Nachfolgestaaten der Sowjetrepubliken ihre Auflösung. Georgien hatte sich bereits am 9. April 1991 für unabhängig erklärt und die baltischen Staaten betrachteten sich nicht als Nachfolgestaaten der UdSSR. Der Oberste Sowjet bestätigte die Auflösung der Sowjetunion zum 31. Dezember 1991, an dem ihre letzten Institutionen aufhörten zu arbeiten. Michail Gorbatschow war bereits am 25. Dezember 1991 als Präsident der Sowjetunion zurückgetreten. Die freiwillige und unblutige Auflösung dieses schrecklichen Staatengebildes ist vor allem sein Verdienst. Wesentlichen Anteil daran hatten jedoch auf dialektische Weise auch die kommunistischen Putschisten, die ihn im August 1991 entmachten wollten und damit faktisch Boris Jelzin in Russland an die Macht brachten, dessen Nachfolger Wladimir Putin die Geschichte auch nicht zurückdrehen kann.

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