Klima-Katastrophismus ist schlimmer als Klimawandel

H. Sterling Burnett

Anfang dieser Woche ist mir ein Leitartikel in der Colorado Springs Gazette aufgefallen, in dem der Schaden durch den „Klimawandel-Katastrophismus“ beschrieben wird, den ich als das Äquivalent der Klima-Alarmisten zur chinesischen Wasserfolter betrachte: die täglichen Tröpfchen, Tröpfchen, Tröpfchen der Mainstream-Medienplattformen mit nachweislich falschen oder stark übertriebenen Behauptungen über mögliche Schäden durch den Klimawandel. Meine Kollegin Linnea Lueken, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy des Heartland Institute, schrieb über den Leitartikel für Climate Realism, nachdem ich sie darauf aufmerksam gemacht hatte.

Der Leitartikel und der Artikel in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), auf dem er basiert, enthalten im Wesentlichen einen kritischen Punkt, wie die Colorado Springs Gazette feststellt: „Genug mit der Panikmache vor dem Klimawandel. Sie schaden den Menschen, möglicherweise mehr als sie unter dem Klimawandel leiden werden“.

Diese Wahrheit reflektiert, was wir wiederholt bei Climate Realism, Climate at a Glance und Climate Change Weekly gesagt haben: Die Daten stützen nicht die Behauptung, dass extreme Wetterereignisse schwerer werden oder häufiger auftreten. Politische Maßnahmen zur Verhinderung einer Klimakatastrophe, die niemals eintreten wird, werden wahrscheinlich schlimmere Schäden verursachen als der Klimawandel selbst. Prominente Autoren haben in drei Bestsellern, die in den letzten Jahren erschienen sind, dieselben Punkte dargelegt: False Alarm, von Bjorn Lomborg, Ph.D.; Unsettled, von Steven Koonin, Ph.D.; und Apocalypse Never, von Michael Shellenberger.

In der Zwischenzeit richten diese Behauptungen unermesslichen Schaden an. Die Psyche von Kindern wird auf schreckliche Weise geschädigt, da der Klima-Katastrophismus eine ganz neue Kategorie psychologischer Störungen hervorgebracht hat, den Klimakummer“, der von Angst machenden Politikern, Aktivisten und den Mainstream-Medien erzeugt wird. Dieser Zustand hat einen neuen Bereich der psychologischen Praxis hervorgebracht: „Öko-Psychologie“. In der Zwischenzeit sind Sklaverei, Kinderarbeit und Umweltzerstörung die Grundlagen für die grünen Energietechnologien, die fossile Brennstoffe ersetzen sollen, um eine Klimakatastrophe zu verhindern.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Colorado Springs Gazette fasst den PNAS-Artikel so zusammen:

In den Proceedings of the National Academy of Sciences warnen die Wissenschaftler davor, dass sich die wissenschaftliche Gemeinschaft zu sehr auf unwahrscheinliche Worst-Case-Szenarien konzentriert – einschließlich der drohenden Auslöschung des menschlichen Lebens – anstatt auf plausiblere Ergebnisse, die zwischen Armageddon auf der einen und „keine Sorgen“ auf der anderen Seite liegen. Alarmismus, so erklären sie, führe zu unmöglichen Zielen wie dem Ausstieg aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe bis Mitte des Jahrhunderts, zu sozialem Chaos und psychischen Problemen.

Konkret schrieb ein Team von drei internationalen Forschern in der Fachzeitschrift PNAS:

Die Historie belegt auch die Gefahr, dass die Wahrscheinlichkeit von Katastrophen überbetont wird. In Anbetracht dessen argumentieren wir, dass Kemp et al. das Ausmaß unterschätzen, in dem die jüngsten wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurse bereits katastrophalen Klimaszenarien Vorrang einräumen. …

Gleichzeitig werden in den IPCC-Berichten Katastrophenszenarien überbetont, wie auch im breiteren Diskurs. …

Überbetonte apokalyptische Zukunftsszenarien können zur Unterstützung von Despotismus und Unbesonnenheit genutzt werden. So trugen beispielsweise katastrophale und letztlich unzutreffende Überbevölkerungs-Szenarien in den 1960er und 1970er Jahren dazu bei, dass mehrere Länder Zwangssterilisations- und Abtreibungsprogramme einführten, darunter Chinas Ein-Kind-Politik, die bis zu 100 Millionen Zwangsabtreibungen zur Folge hatte, von denen unverhältnismäßig viele Mädchen betroffen waren. Frühere und heutige faschistische und neofaschistische Bewegungen nutzen häufig die Angst vor einer Umweltkatastrophe, um Eugenik zu fördern sowie Einwanderung und Entwicklungshilfe abzulehnen.

In dem PNAS-Artikel wird dann eine Tatsache erörtert, die wirklich alarmierend ist: Umfragen zeigen, dass die Überbetonung apokalyptischer Klimaprojektionen dazu geführt hat, dass 45 Prozent der Jugendlichen weltweit das Gefühl haben, der Klimawandel wirke sich negativ auf ihr Leben aus, und deshalb geben etwa 40 Prozent der befragten Jugendlichen an, dass sie überlegen, keine Kinder zu bekommen. Das ist wahrlich tragisch.

Ob Menschen sich dafür entscheiden, Kinder zu bekommen, geht mich nichts an. Aber eine ganze Generation sollte nicht dazu verleitet werden, auf Kinder zu verzichten, nur weil ein falscher Klimaalarm suggeriert, dass alle Kinder, die sie bekommen, der Erde zur Last fallen oder zu einem lebenslangen Kampf in einer ökologischen Ödnis verdammt sind. Beide Behauptungen sind Lügen. Alle verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass die Zukunft für Mensch und Umwelt besser sein wird als die Vergangenheit.

Ich schließe mit einem Zitat von Lueken, das meiner Meinung nach das Problem recht gut zusammenfasst:

Klimaalarmisten übertreiben das Tempo der jüngsten Erwärmung und die Risiken extremer Wetterlagen, um radikale politische Maßnahmen zu motivieren. Der Redaktion der Colorado Springs Gazette und der PNAS sollte für diesen Hinweis gedankt werden. Das Klima der Erde verändert sich und wird sich auch weiterhin verändern, und es ist klug, diesem Wandel mit realistischen Maßnahmen zur Eindämmung zu begegnen. Eine von den Regierungen der Welt auferlegte Überkorrektur, wie das Verbot fossiler Brennstoffe, wird wahrscheinlich weit mehr Schaden und Zerstörung verursachen als der Klimawandel selbst.

[Hervorgehoben vom Übersetzer]

SOURCES: Colorado Springs Gazette; Proceedings of the National Academy of Sciences; Climate Realism

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-catastrophism-is-worse-than-climate-change

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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