Krankenkasse entlässt Vorstand wegen Datenanalyse zu Impfnebenwirkungen

Andreas Schöfbeck, „Vorstand der BKK-ProVita[,] ist fristlos gekündigt“ worden, nur weil er sich öffentlich kritisch zu Nebenwirkungen der Corona-Impfungen geäußert hatte. Er hatte die Daten der Betriebskrankenkassen auswerten lassen mit dem Ergebnis, dass „sich vier bis fünf Prozent der Corona-Geimpften in Deutschland deswegen beim Arzt vorgestellt“ haben, während laut zuständigem Paul-Ehrlich-Institut nur bei 1,64 Promille der Impfungen Nebenwirkungen gemeldet wurden und bei 0,2 Promille schwerwiegende Reaktionen (siehe „Faktencheck zu Impfnebenwirkungen: Wer hat Recht? BKK Provita oder Paul-Ehrlich-Institut?“).

Eine einfache Erklärung lautet, dass keine gewöhnlichen, erwartbaren und milden Impfreaktionen (wie Schmerzen an der Einstichstelle, vorübergehendes Fieber oder Schlappheit) meldepflichtig sind, selbst wenn deswegen ein Arzt aufgesucht wurde. Der eigentliche Skandal liegt also nicht in einer Verschleierung von Impfnebenwirkungen, sondern in der Entlassung eines Krankenkassenchefs, nur weil er Daten auswerten ließ und Fragen stellte. Einen Prozess um seine Entlassung dürfte er gewinnen, während die Diskussionskultur in Deutschland noch schlechter geworden ist.

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