Lebenslange Haft für russischen Auftragsmörder

Heute wurde der russische „Angeklagte Vadim Krasikov wegen Mordes und illegalen Waffenbesitzes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt“, weil er „im August 2019 einen tschetschenischstämmigen Georgier [Selimchan Changoschwili] in dem Park [Kleiner Tiergarten] mitten in der Hauptstadt erschossen hatte. Zudem ist das Gericht überzeugt, dass der Mord im Auftrag staatlicher Stellen Russlands erfolgte“: Der „Auftrag für Tiergartenmord kam aus Russland“.

Das führt zu diplomatischen Verwicklungen. „Nach der Tat wies die Bundesregierung als Reaktion zwei russische Diplomaten aus“, was eine eher schwache Reaktion ist. „Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, bezeichnete das Urteil als »politisch motiviert«“ und kündigte Konsequenzen an. Dabei ist nicht das Urteil politisch motiviert, sondern der Mord war es. Auch „US-Präsident Biden hält Putin für einen Mörder“.

Hoffen wir, dass Frau Baerbock das etwas diplomatischer formuliert. Leider hat sie schon dazu beigetragen, dass die „Gaspreise wieder auf Rekordniveau“ sind, indem sie sich gegen die Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 aussprach, obwohl sie fertig ist und der transatlantische ‚Streit um Nord Stream 2 beigelegt‘ worden war. Auch eine neue Regierung sollte nicht alles neu entscheiden und alte Schlachten erneut schlagen wollen. Wenn Russland die Ukraine direkt angreift oder erneut Auftragsmörder schickt, ist die Lage neu zu bewerten, doch das heutige klare Urteil spricht für sich und sollte von beiden Seiten als solches akzeptiert werden.

FreeSpeech

FreeSpeech.international - Texte und Cartoons zur Meinungsfreiheit