Merz von 95 Prozent der Delegierten zum CDU-Bundesvorsitzenden gewählt

Friedrich Merz verfehlte zweimal knapp die Mehrheit bei den Delegierten der CDU, die lieber Frau Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Frau Merkel und dann Herrn Laschet als glücklose Bundesvorsitzende wollte. Im dritten Anlauf gewann er 62,1 Prozent der Stimmen von den Mitgliedern (siehe ‚Merz wird CDU-Vorsitzender werden, weil große Mehrheit der Mitglieder ihn will‘) und nun sogar 94,6 Prozent der Delegiertenstimmen (siehe „Ergebnisse der digitalen Wahlen“, wobei erst die nachfolgende Briefwahl wirklich verbindlich ist). Bei einer reinen Delegiertenwahl ohne Mitgliederentscheid hätte er vielleicht wieder verloren. Doch diese große Geschlossenheit ist eine Stärke der CDU (aber nicht unbedingt zum Vorteil des Landes, wie 16 Jahre Kanzlerschaft von Frau Merkel zeigten, in denen die CDU ihr stets dabei folgte, alle inhaltlichen Positionen zu räumen). Jetzt sind (fast) alle für den neuen Vorsitzenden und werden ihn unterstützen. Es liegt an Herrn Merz, die CDU wieder vernünftig und verlässlich auszurichten. Ob er Bundeskanzler wird, liegt allerdings mehr an Herrn Scholz. Macht dieser seine Sache halbwegs gut, wird Herr Scholz Kanzler bleiben. Scheitert die Ampel-Koalition kläglich, fällt die Kanzlerschaft Herrn Merz in den Schoß. Die Ära Merkel ist jetzt jedenfalls endgültig vorbei, sie wollte nicht einmal mehr Ehrenvorsitzende der CDU werden oder auch nur mit Herrn Merz essen gehen. Nun darf er ihre Trümmer aufräumen. Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.

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