Mit Hennig-Wellsow tritt die falsche Linke-Vorsitzende zurück

Susanne Hennig-Wellsow, Ko-Vorsitzende von Die Linke, trat heute mit dieser Erklärung mit sofortiger Wirkung zurück. Sie gibt für ihren Rücktritt drei verständliche Gründe an. Erstens muss sie sich auch um ihren Sohn kümmern und will deshalb im Gegensatz zur Grünen Anne Spiegel (siehe ‚Ministerin Spiegel tritt zurück‘) keine politischen Verpflichtungen haben, die sie nicht vollständig erfüllen kann. Zweitens sei Die Linke in einer sehr schwierigen Phase, in der neue Gesichter an der Spitze gebraucht würden. Drittens wird Die Linke, die sonst gerne alle anderen Sexismus vorwirft, von schweren sexualisierten Skandalen erschüttert, mit denen sie nicht anständig umgeht. Dabei verhält sich Frau Hennig-Wellsow selbst sehr anständig, während die Unanständigen nicht von sich aus zurücktreten.

Denn eigentlich hätte ihre Ko-Vorsitzende Janine Wissler zurücktreten müssen, wozu Frau Hennig-Wellsow sie mit ihrem Schritt vielleicht veranlassen will. Die ‚Linke wählt[e] Linksextremistin zur Vorsitzenden‘ und hat nun den Salat. Frau Wissler ist zumindest mittelbar in die aktuellen Skandale verstrickt, sowohl über ihren ehemaligen Lebensgefährten als auch in ihrer früheren verantwortungsvollen Position als Fraktionsvorsitzende in Hessen, in der sie entsprechenden Vorwürfen nicht konsequent nachging. Sie lehnt die NATO und die soziale Marktwirtschaft ab und hat sich zumindest indirekt für politische Gewalt und Kriminalität ausgesprochen. Wenn Die Linke mit ihr untergeht, wäre das kein wirklicher Verlust.

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