Probleme im Wandel der Krisen

ZAHLEN ZUM TAG. Vor der Pandemie standen in der Wahrnehmung vieler Menschen Einwanderung und bereits Gesundheit im Zentrum. Jetzt ist beides in den Hintergrund getreten.

In Zeiten multipler Krisen ändert sich mit ihrer Entwicklung naturgemäß auch die Wahrnehmung der Bevölkerung, welches die größten Probleme sind. Im Rahmen von Eurobarometer-Befragungen wird regelmäßig erhoben, welche als die wichtigsten für das eigene Land betrachtet werden. Vorgegeben ist eine Liste, aus der zwei Themen ausgewählt werden können oder der spontan ein Thema hinzugefügt werden kann; letzteres tut jedoch kaum jemand.

Wenig überraschend als das wichtigste Problem wahrgenommen wurde in Österreich zuletzt die „Inflation“ (von 62 Prozent der Befragten genannt). Die „Energieversorgung“ folgte mit Abstand bzw. 27 Prozent. Die „internationale Lage“ wurde bei der Erhebung im Juni und Juli von nur acht Prozent genannt.

Im Sommer 2020 war infolge der Coronakrise noch „Gesundheit“ das Problem, auf das die meisten Nennungen entfiel (36 Prozent). Die „wirtschaftliche Lage“ sowie „Arbeitslosigkeit“ rangierten mit jeweils 30 Prozent nicht weit dahinter.

Geht man noch einmal zwei Jahre zurück landet man in der Welt von 2018, in der weder eine Pandemie noch der Krieg in der Ukraine, die Sanktionen gegen Russland und eine außergewöhnliche Teuerung existierten. „Einwanderung“ galt damals als wichtigstes Problem (29 Prozent), gefolgt von „Gesundheit“ (22 Prozent) und „Inflation“ (21 Prozent).

Auf „Gesundheit“ entfielen zuletzt nur noch zwölf Prozent. Das Thema hat sich – wohl vor lauter anderer Probleme – sogar gegenüber Vor-Corona-Zeiten relativiert. Außerdem in den Hintergrund getreten ist die „Einwanderung“ mit nur noch 14 Prozent der Nennungen. Der Politik galt das einst als Thema, mit dem immer punkten kann. Das dürfte sich geändert haben.

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