Sozialdemokratische Regierung in Schweden abgewählt

Die „Schwedische Ministerpräsidentin Andersson tritt nach Wahl zurück“. Die Wahl war am Sonntag und liegen wie 2018 die ‚Sozial- und Schwedendemokraten vorn‘. Am Wahlabend schien es noch so, als könnten die Sozialdemokraten weiterregieren (u. a. mit den Grünen, die jedoch in Schweden nur auf 5 Prozent kommen). Doch jetzt sind (fast) alle Stimmen ausgezählt und ist klar, dass ihr Herausforderer Ulf Kristersson von der Moderaten Sammlungspartei die Nase vorne hat. Allerdings könnte seine Regierungsbildung noch an den Schwedendemokraten scheitern, die die Regierung nicht nur unterstützen, sondern ihr angehören oder sogar den Regierungschef stellen wollen, da sie stärker als die bürgerlichen Parteien (neben den Moderaten die Christdemokraten und Liberalen) sind.

Die Schwedendemokraten sind mit der AfD vergleichbar, haben aber dem Rechtsextremismus abgeschworen und sind jetzt eine rechte oder auch rechtspopulistische Partei, was jedoch keine dauerhafte Ausgrenzung rechtfertigt, da z. B. die Sozialdemokraten mit der schwedischen Linkspartei zusammenarbeiteten, die nicht mehr kommunistisch ist, aber immer noch sehr links und linkspopulistisch. Schweden hat außerdem massive Probleme mit Ausländerkriminalität und mangelnder Integration, was die Schwedendemokraten angeprangert haben. Dagegen war die schwedische Corona-Politik besser als bei uns und funktioniert auch die schwedische Demokratie mit echter Opposition und der Möglichkeit eines Kurswechsels besser.

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