Spartipps: So profitieren Sie von steigenden Energiekosten

Sie machen Angst, die wecken Furcht bis ins Berliner Ampel-Kabinett, sie haben in den Medien bereits dafür gesorgt, dass der Ukraine-Krieg in der Berichterstattung kaum noch eine Rolle spielt. Hohe Energiekosten haben das Regiment übernommen: Nach Corona und Krieg sind sie derzeit Alleinherrscher im Reich der Darstellung der Welt, sie beschäftigten die Talkshowkompanien, die Kommentäter und Volksflüsterer im Gemeinsinnfunk.

Oft werden dabei  Befürchtungen geschürt, dass sich die hohen Energiepreise für viele spätestens im kommenden Jahr nicht mehr schultern lassen werden. Ein Land bibbert, noch ehe es überhaupt kalt geworden ist. Dabei lohnt sich Sparen an anderer Stelle umso mehr und je höher die Preise klettern, desto schneller lohnt es sich.

Ein unverstellter Blick auf handverlesene Daten zeigt: Nie war es einfacher, schnell große Summen einzusparen, weil hohe Preise Experten zufolge auch hohes Sparpotenzial mit sich bringen. Gerade jetzt, wo im Alltag alles teurer wird, lässt sich in vielen Bereichen ganz einfach sparen: Während der Preis für Erdgas sich in Deutschland anschickt, auf eine neue Rekordhöhe von etwa 37 Cent pro Kilowattstunde zu klettern, reicht eine kurze Fahrt nach Osten, um der Gasumlage und der Mangerwirtschaft zu entkommen. 

PPQ hat dich wichtigsten Spartipps zum Ausschneiden zusammengestellt.

Tipp 1: Der Gasumlage ein Schnippchen schlagen.

In Deutschland drohen ab Oktober Gaspreise von um die 17 oder 18 Cent, ab November wird es dann noch teurer, die Preise steigen dann auf 25 bis 75 Cent für eine Kilowattstunde. Das macht das Leben teuer, die Wohnungen kalt und die Vorfreude auf den Winter verwandelt sich in ein Gefühl des Ausgeliefertseins.

Dabei liegt der Ausweg nahe: Nur 300 Kilometer von Hannover entfernt liegt Polen, eine Mangeldemokratie mit Lebenshaltungskosten, die in der Zeit vor der Zeitenwende verharren. Erdgas kostet hier etwa 6 Cent pro Kilowattstunde, der Liter Benzin ist für 1,56 Euro zu haben, ein Brötchen gibt es für 20 Cent und für eine Kilowattstunde Strom werden etwa 16 Cent fällig, so viel wie in Deutschland im Jahr 1999, ehe der Energieausstieg offiziell gestartet wurde.

Ein Umzug in das deutsche Nachbarland, das zwar recht frontnah liegt, aber bislang als relativ sicher gilt, senkte die Lebenshaltungskosten bereits vor Krisenausbruch schlagartig um nahezu die Hälfte, nach Vollzug aller Rettungs- und Entlastungsmaßnahmen in Deutschland dürfte die Ersparnis dann auf rund 70 Prozent gestiegen sein. Als notwendig für die Absicherung von Unterkunft, Verpflegung und Mobilität gelte in Polen im Augenblick etwa 500 Euro monatlich, in Deutschland sind hingegen heute schon mehr als 1.200 Euro nötig.

Tipp 2: Cocooning als Sparstrategie

Wozu in die Ferne schweifen, wenn man auch gar nicht mehr vor die Tür gehen muss. Das meiste Einsparpotenzial für die schlechten Zeiten gibt es laut Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung im Bereich der Mobilität. Auto, Fahrrad, Elektroroller oder Bahntickets belasten das Konto, ohne dass nachhaltig ein Nutzen entsteht. Meist bewegt sich der Mensch irgendwohin, kehrt dann aber doch an den ursprünglichen Ort zurück. Darin liegt erhebliches Sparpotenzial, denn selbst die Vermeidung  kurzer Strecken spart nicht nur bares Geld, sondern auch Zeit und – Energie, die wiederum dem Weltklima direkt zugute kommt. 

Laue Zwischenlösungen wie Fahrgemeinschaften, Carsharing oder der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad empfehlen sich nicht. Untrainierte Neu-Radfahrer etwa, oft in Jahrzehnten durch technische Hilfsmittel jeder körperlichen Anstrengung entwöhnt, haben zumeist einen deutlich unzureichenden Wirkungsgrad, das heißt, was sie an Benzin einzusparen glauben, müssen sie zusätzlich an Nahrung zu sich nehmen. Das konterkariert die Sparidee. Aber auch Fahrgemeinschaften sparen letztlich nur auf den ersten Blick Kosten für Bahntickets, Sprit und das Leihauto ein. Kommt es zu einer Verdopplung der Kosten, spart eine Fahrgemeinschaft aus zwei Menschen schon mal gar nichts mehr. Hier hilft nur die konsequente Verweigerung von Bewegung, die zumindest bei Besitzern von vollbezahlten Pkw nicht nur sofort nahezu alle laufenden Kosten spart, sondern durch den Mangel an Gebrauchtfahrzeugen auch noch verzinst, was vor dem Haus oder in der Garage steht.

Tipp 3: Umstieg auf alternative Heizideen

Früher rieten Verbraucherschützer häufig dazu, Energieverträge zu checken und bei jeder Gelegenheit zu günstigen Strom- und Gasversorgern zu wechseln. Das funktioniert nicht mehr, seit die miesen Methoden der Billiganbieter von mutigen Medien aufgedeckt werden konnten. Gerade darin aber liegt die Chance, mehr als nur ein bisschen zu sparen, ohne sich von fragwürdigen Vergleichsportalen und deren undurchsichtigen Geschäftsmodellen abhängig zu machen. 

Helfen können dabei alternative Heizverfahren etwa mit einer einfachen Feuerschale, einer Teelichtheizung oder einem Bioethanol-Kamin, wobei das Geheimnis umfassender Sparbemühungen in der Beschaffung von Brennstoff zu Sparpreisen besteht. Normaler Kauf kommt hier häufig nicht mehr infrage, sowohl Brennholz als auch Bioethanol sind – wie Strom – im Zuge der allgemeinen Orientierung auf einen Energieausstieg bereits so teuer geworden, dass eine Stunde Betrieb bei einem handelsüblichen Ethanol-Kamin mit zwei bis vier Euro zu Buche schlägt. Ähnlich sieht es bei Teelichtern aus: Einen Teelichtofen  für vier Stunden Brenndauer zu beschicken, schlägt mit fünf Euro ins Kontor. Doppelt so teuer wie ein Heizlüfter.

Zum Glück bieten viele Kirchen und Kathedralen immer noch Kerzen an, für den Kanonenofen, der nach einer rumänischen Konstruktionsmethode mit Hilfe eines einfachen Ofenknies durch ein beliebiges Oberlicht entlüftet werden kann, findet sich sowohl im Wald als auch auf vielen innerstädtischen Baustellen kostenloses Brennmaterial. Teures Bioethanol lässt sich durch Biodiesel ersetzen, der etwas blakender verbrennt, aber auch eine gute Flamme gibt.

Tipp 4:  Eine Diät gegen den Krieg

Deutschland isst zu viel, zu oft und ungesund, die Menschen sind zu dick, zu unbeweglich und zu sehr angewiesen auf globale Versorgungsketten. Auch hier liegen ein paar zusätzliche Euro versteckt. Eine Diät, die nicht nur über sieben tage oder sieben Wochen geht, schadet in den meisten Fällen niemandem. Nach Erkenntnissen von Medizinern und Gesundheitspolitikern haben die Deutschen in der Pandemie um etwa 10 Prozent an Gewicht zugelegt, und das, obwohl sie schon zuvor zirka 15 Prozent zu schwer waren. 

Eine Rückkehr zur Normalität spart etwa ein Viertel an Nahrung, die übrigen drei Viertel können überdies zumindest in Teilen frisch und regional aus der Scholle rings um die jeweiligen Wohnort, aus intensiv bewirtschafteten Kleingärten und Balkonbeeten gedeckt werden. Im Wald wachsen Heidelbeeren, Brombeeren und Walderdbeeren, an Straßenrändern Kirschen, aus Balkonen lassen sich Kräuter, Tomaten und mit ein wenig mehr Aufwand sogar Kartoffeln ziehen. 

Tipp 5: Raumzuschnitt ändern ohne Umzug

Wird es kalt in der Wohnung, weil es draußen kalt wird, liegt das nicht zwingend an der Regierung, ihren Sanktionsbemühungen und der Tatsache, dass der Einkauf von Erdgas ohne Preislimit dazu führt, dass der Preis für Erdgas kein Limit nach oben mehr kennt. Viel häufiger ist der Raumzuschnitt schuld: Zu große Zimmer, zu kleine Familien, zu wenig Bewegung und zu hohe Kosten verhindern, dass es zur früher in vielen Familien gewohnten winterlichen Gemütlichkeit kommt. 

Eine Alternative zum Frieren für den Frieden und gegen die gierigen Gaskonzerne können selbstveränderte Zimmergrößen sein. Gerade wenn das Geld am Ende des Monats nicht mehr reicht, bietet es sich an, hier Änderungen herbeizuführen. Eine probate Möglichkeit ist die Verkleinerung von Zimmern durch eine Reduzierung des freien Raumes. Dazu werden etwa Altpapierstapel deckenhoch entlang der Außenwände geschichtet, aber Achtung, Lichtspalte freilassen, sonst frisst die Stromrechnung die Ersparnis beim Gas! Eine Bevorratung mit herkömmlichen Zink-Kohle-Batterien, die im Augenblick noch zu Friedenspreisen erhältlich sind, erlaubt über die Wintermonate  zudem eine Nutzung von sparsamen Stirnlampen statt 220-Volt-Glühbirnen.

Wirklich richtig gespart aber wird mit der Zeltlösung. Dabei erfolgt der Aufbau eines gewöhnlichen Campingzeltes im Wohnzimmer, möglich ist auch ein zweites Zelt im Schlafzimmer, wobei Experten die Konzentration aller Lebensäußerung auf einen einzigen Raum empfehlen. Das Zelt sollte nicht zu groß sein, je nach Personenanzahl kann den Herstellerangaben gefolgt werden, da kein Gepäck im Inneren zu verstauen ist. Wird alles richtig aufgebaut, heizt die Körperwärme die Villa aus High-Tech-Stoffen, eine zusätzliche Beheizung ist dann nicht erforderlich.

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