Wenn der Damm der „Klima-Katastrophe“ bricht

Duggan Flanakin

Wie lange wird es dauern, bis die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums begreifen, dass die westlichen Eliten die Zukunft der Welt nicht mehr kontrollieren? Wie lange wird es dauern, bis sie ihren wachstumsfeindlichen Einfluss verlieren, der die Energieproduktion in den USA und in weiten Teilen Europas zum Erliegen gebracht hat (oder noch schlimmer)?

Die Klimaschützer (Al Gore, JFK Heinz und die anderen grünen Profiteure, die von Generationen von Indoktrinierten unterstützt werden) haben den 50-jährigen Klimakreuzzug bereits an Xi Jinping, Nahrenda Modi und die African Energy Chamber verloren.

In einer sorgfältig formulierten Erklärung, die kurz vor der glücklicherweise gescheiterten Klima-Katastrophenparty in Glasgow veröffentlicht wurde (wo Aktivisten mit dem Geld anderer Leute Wein trinken und fein dinieren), verkündete Premier Li Keqiang, dass China seiner wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang einräumen muss. Übersetzt: China wird weiterhin Öl, Kohle und Erdgas nutzen, um seinen gigantischen Energiebedarf zu decken.

Etwa zur gleichen Zeit erklärte der indische Umweltminister R. P. Gupta, dass die bloße Ankündigung eines „Netto-Null“-Ziels keine wirkliche Lösung für die vermeintliche Klimakatastrophe darstellt. Gupta behauptete, Indien sei ein Opfer der globalen Erwärmung und nicht ein Verursacher. In der Tat verlangen Indien und China von den „entwickelten“ Ländern eine Billionen-Dollar-Investition, bevor sie sich zu ernsthaften Gesprächen über ein Netto-Null-Ziel bereit erklären.

Prognosen zufolge wird Indien dank einer Verfünffachung des Pro-Kopf-Autobesitzes (der zumeist mit fossilen Brennstoffen betrieben wird) das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage anführen. Das Land, das bereits der viertgrößte Energieverbraucher der Welt ist (hinter China, den USA und der EU), ist nun auch der am schnellsten wachsende Markt für Erdgas. Indien ist auf dem besten Weg, seine Nachfrage nach Öl um 75 Prozent, nach Kohle um 30 Prozent und insgesamt um 50 Prozent in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten zu steigern.

[Hervorhebungen im Original]

NJ Ayuk, geschäftsführender Vorsitzender der Afrikanischen Energiekammer, sprach für weite Teile Afrikas, als er während des Klimagipfels in Glasgow seine tiefe Enttäuschung über die globalen Eliten (die erwähnten Verlierer) zum Ausdruck brachte, die die Welt von fossilen Brennstoffen befreien wollen, bevor Afrika (wo jedes Jahr Millionen von Menschen an Krankheiten oder Unterernährung sterben) die Chance hatte, zu wachsen.

Die Afrikanische Energiekammer, die im November die von Afrika ausgerichtete Afrika-Energie-Woche veranstaltete, hat laut Ayuk viele Gründe, sich für die weitere Förderung von Erdgas einzusetzen. Ein wichtiger Grund ist die wachsende Dynamik in Afrika für die Entwicklung und den Ausbau gasbetriebener Elektrizitätswerke, die Ayuk als einen praktischen und für Afrika sinnvollen Weg zur Bekämpfung der Energiearmut bezeichnet.

Die globalen Eliten wissen, dass sie verloren haben – aber sie tun immer noch so, als ob sie das Sagen hätten. Wer weiß? Vielleicht können sie noch ein paar Billionen stehlen und ergaunern, bevor sie von den amerikanischen und europäischen Unter- und Mittelschichten aus der Stadt gejagt werden, von denen viele schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass sie ausgetrickst worden sind.
Eine westliche Nation, die sich bereits auf die Post-Apokalypse vorbereitet, ist Norwegen.

Oilprice.com berichtet, dass die norwegische Öl- und Gasproduktion für 2021 ein Allzeithoch erreicht hat und sich damit vom Pandemiejahr 2020 (als die reale Welt alles andere als sehenswert war) erholt hat.

Die norwegische Regierung hat diesen Aufschwung möglich gemacht, indem sie Steuererleichterungen für Öl- und Gasunternehmen gegen den lautstarken Widerstand der Klimaschützer (gut bezahlte Aktivisten, die auf Subventionen und Gewinnmitnahmen durch Experten für erneuerbare Energien drängen) eingeführt hat. Felicity Bradstock, Reporterin bei Oilprice, sinnierte: „Für ein Land, das auf Öleinnahmen gegründet wurde, ist es kaum überraschend, dass Norwegen weiterhin ein Stück vom Kuchen abhaben will, wenn die Nachfrage nach Öl nach der Pandemie steigt.“

Sogar Justin Trudeau setzt sich in letzter Zeit für kanadische Energie ein. Unter Berufung auf ein bilaterales Abkommen aus dem Jahr 1977 hat die kanadische Regierung kürzlich interveniert, um den Versuch der Gouverneurin von Michigan Gretchen Whitmer zu verhindern, eine Pipeline des kanadischen Unternehmens Enbridge zu schließen. Und die kanadische Oil Sands Innovation Alliance will die Öl- und Gasindustrie des Landes nicht im Stich lassen und führt Machbarkeitsstudien über das Potenzial der Geothermie durch, um den Ölbergbau für weitere 30 Jahre zu sichern.

Auch Japan ist offenbar aus dem Klima-Lager ausgestiegen. Bloomberg berichtet, dass japanische Regierungsbeamte Handelshäuser, Raffinerien und Versorgungsunternehmen dazu drängen, ihren Abschied von fossilen Brennstoffen deutlich zu verlangsamen. Sie ermutigen sogar auf subtile Weise zu neuen Investitionen in Öl- und Gasprojekte. Trotz der Unterzeichnung der Netto-Null-Zusage in Glasgow hat die japanische Führung offenbar erkannt, dass ihr Land zuallererst eine angemessene Energieversorgung sicherstellen muss, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen.

In der Zwischenzeit „berät“ eine Vielzahl von Möchtegern-Wissenschaftlern den Biden-Thronsaal, wie man die Schrauben gegen jeden weiter anziehen kann, der es wagt, sich dem All-Electric-Diktat zu widersetzen. P. E. Moskowitz, Herausgeber eines Newsletters über Kapitalismus und Psychologie, fordert ein SOFORTIGE Ende der Förderung fossiler Brennstoffe. Der kanadische Aktivist David Suzuki erklärt den Zuhörern der Extinction Rebellion, dass „Pipelines in die Luft gesprengt werden“ (entschuldigt sich aber später).

Währenddessen spricht Präsident Biden aus beiden Seiten seines wackeligen Mundes. Einerseits sagt er freudig die Keystone XL-Pipeline ab, kündigt Ölpachtverträge in Alaska (und anderen Ländern) und droht mit weiterer Unterdrückung der US-Energieproduktion. Solche Aktionen treiben natürlich die Benzinpreise in die Höhe, da andere Öl produzierende Nationen sich entscheiden, die Produktion nicht zu erhöhen, um die Demokratische Partei zu retten.

Andererseits, oder besser gesagt, auf Knien rutschend, bittet Biden die OPEC und Russland peinlichst darum, mehr eigenes Öl und Gas zu fördern und an die Amerikaner zu verkaufen. Ihre lachende Weigerung hat es Biden ermöglicht, die strategische Erdölreserve anzuzapfen, anstatt nachzugeben und Pipelines und Pachtgebiete zu erschließen.

Und die Menschen sehen das.

Und wie die Menge, deren kollektive Trance durch den Ausruf eines Jungen, der das Offensichtliche aussprach (dass der König keine Kleider trug), gebrochen wurde, sehen sie, dass DIESER Große und Schreckliche Zauberer auch nur ein Papiertiger ist.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Real Clear Energy.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2021/12/14/when-the-climate-catastrophe-levee-breaks/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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