Wieder übergroße Koalition für Steinmeier als Bundespräsident

Vor fünf Jahren wurde Frank-Walter ‚Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt‘, und zwar von einer übergroßen Koalition nicht nur aus Union und SPD, die damals regierten, sondern auch von FPD und Grünen. Aus meiner Sicht war er kein guter Bundespräsident, so gab es eine wirre ‚Antrittsrede von Bundespräsident Steinmeier‘ und Herr ‚Steinmeier gratulierte [mehrfach] dem Mullah-Regime zur blutigen Revolution‘. Besonders peinlich wurde es letztes Jahr, denn Herr ‚Steinmeier schl[ug] sich selbst für zweite Amtszeit vor‘. Nicht einmal seine eigene SPD hatte sich da für ihn ausgesprochen, nur Herr Lindner übte sich bereits in vorauseilendem Opportunismus, den er kürzlich noch einmal bekräftigte.

Auch die SPD ist jetzt, nach der gewonnen Bundestagswahl, für ihren eigenen Mann. Kürzlich fielen noch die Grünen um, denen der Koalitionsfriede lieber ist als eine Kandidatin, mit der die Union sie noch ködern wollte. Die Union hat heute ihre Niederlage eingestanden (getreu dem Motto „wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“) und verzichtet auf eine eigene Kandidatin (oder Kandidaten). Vielleicht stellen AfD, Freie Wähler und Linke wieder eigene Kandidaten auf, was demokratisch richtig wäre, auch wenn sie wirklich keine Chance habe. So bleibt uns Herr Steinmeier erhalten, der auf und mit seiner Art durchaus die deutsche Politik repräsentiert, wenn auch zum Glück nicht die Deutschen.

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